Holzfiguren
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Systemische Supervision / Systemisches Coaching

ist ein Medium für berufliche und arbeitsbezogene personale Entwicklungsprozesse.

In Zeiten umfassender organisatorischer Reorganisationsprozesse und in oft komplexen Berufsfeldern erscheint es sinnvoll, die eigenen Motive, die Entwicklung professioneller Zielsetzungen und mögliche Handlungsstrategien gezielt zu reflektieren.

So können Entwicklungsprozesse in Gang gebracht werden und individuelle Ressourcen erweitert werden.

Im geschützten Rahmen des Supervisions-Settings kann somit ein wichtiger Beitrag zur beruflichen Qualifikation und zur persönlichen Zufriedenheit geleistet werden.

Mein Ansatz in der supervisorischen Beratung ist vor allem "systemisch-konstruktivistisch-lösungsorientiert", d.h. die Erforschung, Betonung und Nutzbarmachung der eigenen Ressourcen und Fähigkeiten liegen stets im Fokus des Beratungsprozesses. Die systemische Beratung versucht immer, die Umstände und Zusammenhänge der Beratungsanliegen des Beratungskunden oder der -kundin transparent und verstehbar zu machen, um so die komplexen Wirkmechanismen einer als problematisch erscheinenden Situation im einzelnen betrachten und ggf. verändern zu können.
Realität verstehe ich hierbei immer als die individuelle und konstruierte Realität des/der Einzelnen. Diese persönlichen Realitätskonstruktionen sind grundsätzlich zu würdigen und zu wertschätzen um sie im Fall der Unangemessenheit effektiv verändern zu können. Die gestalttherapeutische Sicht und das entsprechende Spektrum angemessener Intervention erweitern und bereichern die systemische Arbeitshaltung durch ein konsequentes Fokussieren auf das Hier und Jetzt, auf das emotionale Erleben und den wertschätzenden Abgleich zwischen subjektiver Bedürfnislage und den gewählten Strategien der Gestaltung von Kontexten.

Supervision kann grundsätzlich aus drei verschiedenen Beratungsanteilen bestehen, die in sehr unterschiedlicher Weise im Prozess wirksam werden können und einander ergänzen, um dem individuellen Anliegen gerecht zu werden. Dies ist zum einen die Reflexion der beruflichen Rolle und der beruflichen Tätigkeit als Basis-Anliegen in der Zusammenarbeit; zum anderen kann der Prozess ausgeprägte Anteile von Fachberatung zeigen, sofern die Feldkompetenz des Supervisors/der Supervisorin dies ermöglicht. Hier ist das Anliegen deutlicher von dem Wunsch geprägt, auf der sachlichen/fachlichen Ebene die Handlungsmöglichkeiten zu erweitern. Schließlich kann die Supervision auch Sequenzen beinhalten, die eher an Therapie gemahnen, wenn es sinnvoll erscheint. So sind z.B. Kommunikations-Probleme in Arbeitszusammenhängen nicht selten geprägt von den beteiligten biografisch entwickelten Kontakt-Mustern der Einzelnen. Die eigenen Anteile daran durch einen kurzen Blick auf die eigene Geschichte zu erkennen kann erhellend und erleichternd wirken. Letzteres bedarf natürlich eines entsprechenden Vertrauensverhältnisses in der Beratung und sollte für das berufsbezogene Anliegen notwendig und nutzbar sein.

Supervision bedeutet "Draufsicht" oder "Blick von oben" auf Ihre Tätigkeit und dessen Strukturen. Dies wird gut in einem Bild illustriert, das ich das "Haus der Beratung" nenne: während der Arbeitsalltag im Erdgeschoss des Hauses stattfindet, gehen Sie mit dem Supervisor in den ersten Stock und sehen mit ihm zusammen durch den gläsernen Boden in das Erdgeschoss hinunter und betrachten sich selbst, wie von oben, in Ihrer Arbeit. Diese Draufsicht als eine Art der Dissoziation vom täglichen Geschehen ermöglicht es, Zusammenhänge im Ganzen in den Blick zu bekommen, andere Perspektiven übernehmen zu können, unverstandene Anteile des eigenen Handelns besser nachzuvollziehen, Rahmenbedingungen kompletter zu erfassen und damit Verstehen und Handlungsmöglichkeiten insgesamt zu erweitern. Im Keller des Hauses liegen dann u.U. die "Leichen", die in teiltherapeutischen Sequenzen gemeinsam identifiziert werden können, um nicht weiter beeinträchtigend in Ihrem Beruf wirksam zu sein. Im zweiten Stock des Hauses schließlich arbeitet der Supervisor wiederum mit seinem Supervisor und schaut auf seine Tätigkeit im ersten Stock (Kontrollsupervision) usw.usf.
Coaching wird in der Regel verstanden als Supervison für Menschen in Leitungsfunktion und findet i.d.R. im Einzel-Setting statt.

Supervision ist in psycho-sozialen Arbeitsfeldern ebenso hilfreich wie in der Schule, in Kliniken oder in Wirtschafts-Unternehmen.

So ist es für Sie womöglich üblich, technische Unterstützung von internen oder externen MitarbeiterInnen in Anspruch zu nehmen um spezielle Aufgaben effektiver bewältigen zu können. Sie nutzen also ein gutes Instrument technischer Entwicklung, wenn Ihre eigenen Ressourcen oder die Ihrer Abteilung an ihre natürlichen Grenzen stoßen.

Supervision und Coaching meint das gleiche auf einer anderen, jedoch ebenso wichtigen Ebene Ihrer Tätigkeit: der Ebene der Kommunikation, der Kooperation, des guten kollegialen Miteinanders. Hier gut versorgt und handlungsfähig zu sein, ist für das Wohlbefinden und die Motivation im Job für jede und jeden von Bedeutung.

Denn:
Ein gutes Team besteht aus zufriedenen MitarbeiterInnen!

Mein Angebot ist Coaching und Supervision für Einzelne, Gruppen oder Teams

  • die die Qualität ihrer Arbeit steigern wollen, indem sie ihr Wohlbefinden darin verbessern
  • die eine neue Perspektive auf ihre Arbeit wagen wollen
  • die sich durch Reflexion ihrer Person und ihres beruflichen Zusammenhangs darin klarer positionieren wollen
  • die neue Ressourcen entdecken und die bekannten noch besser nutzen wollen
  • die den fairen Umgang mit sich selbst und mit den KollegInnen als eine Basis von Effektivität und Effizienz verstehen

Das Wiedersehen

Ein Mann, der Herrn K. lange nicht gesehen hatte,
begrüßte ihn mit den Worten: „Sie haben sich gar nicht verändert.“
„Oh!“ sagte Herr K. und erbleichte.

(Bertolt Brecht)